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Author Topic: Shri Sai Satcharita, Donnerstag, 4. August 2005  (Read 2222 times)

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Offline Astrid

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    • Sai Baba
Shri Sai Satcharita, Donnerstag, 4. August 2005
« on: August 04, 2005, 05:22:49 AM »
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  • Ein Fall von Beulenpest
    Ein Devotee aus Banda hörte, dass seine Tochter, die an einem anderen Ort lebte, an der Beulenpest litt. Er hatte kein Udi bei sich und so sandte er Nanasaheb Chandorkar eine Nachricht, damit dieser welches schicke. Nanasaheb erhielt die Botschaft auf einer Straße in der Nähe des Thana-Bahnhofes, als er mit seiner Frau nach Kalyan reisen wollte. Zu der Zeit hatte er aber kein Udi bei sich. Da nahm er ein wenig Erde vom Weg, meditierte über Sai Baba, rief ihn zu Hilfe und gab es auf die Stirn seiner Frau. Als der Devotee seine Tochter aufsuchte, hörte er mit Erstaunen und voller Freude, dass es ihr nach drei Tagen Leiden von dem Augenblick an, als Nanasaheb in der Nähe des Thana-Bahnhofes Baba um Hilfe anrief, besser gegangen war.

    Das Jamner-Wunder
    Um 1904 oder 1905 war Nanasaheb Chandorkar Finanzbeamter in der im Khandes-Distrikt gelegenen Stadt Jamner, die mehr als 150 Kilometer von Shirdi entfernt liegt. Seine Tochter Mainatai erwartete ein Kind und stand kurz vor der Entbindung. Es war ein sehr schwieriger Fall, und sie hatte schon seit zwei, drei Tagen Wehen. Nanasaheb versuchte alle Heilmittel, aber nichts half. Dann dachte er an Baba und rief Ihn um Hilfe an.
    Dort in Shirdi wollte zu der Zeit Ramgirbuva, den Baba "Bapugirbuva" nannte, zu seinem Geburtsort in Khandesh reisen. Baba rief ihn zu sich und sagte ihm, er solle auf seinem Weg nach Hause in Jamner halten und sich ein wenig ausruhen. Ramgirbuva sagte, dass er nur zwei Rupien bei sich habe; dieser Betrag reiche kaum für die Reisekosten bis Jalgaon und er könne nicht eine Strecke von etwa 50 Kilometern, von Jalgaon bis Jamner laufen. Baba versicherte ihm, dass er sich keine Sirgen machen solle, da alles für ihn arrangiert werde.
    Baba bat daraufhin Shama, ein wohlbekanntes Arati aufzuschreiben, das von Madhav Adkar komponiert wurde (deutsche Übersetzung aus demselben Werk siehe Extra-Thread, die Schreiberin). Eine Kopie dieses Arati und Udi solle er Ramgirbuva geben, damut dieser es an Nanasaheb weitergeben könne. Ramgirbuva vertraute auf Babas Worte, verließ Shirdi und erreichte Jalgaon gegen 2.45 Uhr morgens. Er hatte nur noch fünfzig Paisa übrig und befand sich in einer schwierigen Lage. Zu seiner großen Erleichterung hörte er jemanden ausrufen: "Wer ist Bapugirbuva aus Shirdi?" Er ging zu dem Mann und sagte, dass er Bapugirbuva sei. Daraufhin erklärte der Mann ihm, dass er von Nanasaheb gesandt worden sei und nahm ihn mit zu einer hervorragenden Droschke mit zwei guten Pferden davor, und sie fuhren los. Die Pferde liefen schnell, und am frühen Morgen erreichen sie einen kleinen Bach, an dem der Kutscher die Pferde trinken ließ. Nanasahebs Bediensteter bot Ramgirbuva etwas zu essen an. Ramgirbuva glaubte, dass der Bedienstete aufgrund seiner Kleidung und seines Vollbartes ein Moslem sei, und so war er nicht bereit, irgendeine Erfrischung von ihm anzunehmen. Aber der Bedienstete sagte ihm, dass er ein Hindu sei, ein Kshatriya aus Garhwal, dass Nanasaheb diese Erfrischungen geschickt habe und er sie ohne weiteres annehmen könne. Dann aßen beide die Erfrischungen und setzten ihre Reise fort.
    Sie erreichten Jamner bei Einbruch der Dämmerung. Ramgirbuva stieg aus dem Wagen um dem Ruf der Natur zu folgen, kehrte nach ein paar Minuten zurück und war sprachlos, als er keine Droschke mehr vorfand, keinen Kutscher und keinen Bediensteten. Er ging ins Büro des Finanzbeamten und erfuhr, dass dieser zu Hause sei. Er ging zu Nanasahebs Haus, meldete sich selbst an und gab Nanasaheb Babas Udi und das Arati.
    Zu dieser Zeit befand sich Mainatai in einem ernsten Zustand und alle waren in tiefer Sorge um sie. Nanasaheb rief seine Frau und sagte ihr, sie solle der Tochter Udi mit Wasser vermischt zu trinken geben und Babas Arati singen. Er dachte sich, dass Babas Hilfe höchst gelegen kam. Nach ein paar Minuten kam die Nachricht, dass die Entbindung sicher überstanden und die Krise vorüber war.
    Als Ramgirbuva Nanasaheb für Pferdewagen, Diener und Erfrischungen dankte, war Nanasaheb ganz erstaunt, denn er hatte niemanden zum Bahnhof geschickt und wusste gar nicht, dass jemand aus Shirdi kommen sollte.
    Herr B.V. Deo ais Thana, ein pensionierter Finanzbeamter, zog bei Bapurao Chandorkar, dem Sohn von Nanasaheb und bei Ramgirbuva aus Shirdi Erkundigungen über dieses Geshehen ein und schrieb dann einen ausführlichen Artikel - teils in Prosaform, teils in Gedichtform - im Sai Leela Magazine (Bd. 13, Nr. 11-13). Bruder B.V. Narasimhaswami hatte ebenfalls die Darstellungen von Mainatai (Nr. 5, Seite 14)Bapusaheb Chandorkar (Nr. XX, Seite 50) und Ramgirbuva (Nr. XXVII, Seite 83) vom 1. Juni 1936 aufgeschrieben und sie in seinem Buch "Devotees' Experiences", Teil 3, veröffentlicht. Folgendes wird aus Ramgirbuvas Erzählung zitiert:
    "Eines Tages rief Baba mich zu sich und gab mir ein Päckchen Udi und eines Kopie Seines Arati. Zu dieser Zeit musste ich gerade nach Khandesh. Baba wies mich an, nach Jamner zu reisen und Nanasahen Chandorkar Arati und heilige Asche zu bringen. Ich sagte Baba, dass ich nur zwei Rupien hätte und fragte Ihn, wie ich wohl per Zug von Kopergaon nach Jalgaon kommen solle und weiter mit Pferdewagen von Jalgaon nach Jamner. Baba entgegnete: 'Gott wird's geben.' Das war an einem Freitag und ich trat sofort die Reise an. Ich erreichte Manmad um 19.30 Uhr und Jalgaon um 2.45 Uhr nachts. Zu der Zeit waren Pest-Verordnungen in Kraft und ich hatte große Schwierigkeiten. Ich musste herasufinden, wie ich nach Jamner kommen konnte. Gegen 3.00 Uhr früh kam ein Diener in Stiefeln, Turban und auch sonst gut gekleidet und geleitete mich zu einer Droschke, in der er mich mitnahm. Mir war angst und bange. Unterwegs nahm ich im Dorf Bhaghoor einige Erftischungen zu mir. Am frühen Morgen erreichten wir Jamner und ich folgte einem Ruf der Natur. Als ich zurückkam, waren Droschke, Diener und Kutscher verschwunden (Seite 83)."

    Narayanrao
    Bhakta Narayanrao (Vaters Name und Vorname werden nicht angegeben) hatte das große Glück, Baba zweimal zu dessen Lebzeiten zu sehen. Drei Jahre nach Babas Tod wollte er nach Shirdi reisen, doch es ging nicht. Nach Babas mahasamadhi wurde er krank und litt sehr. Die gewöhnlichen Heilmittel brachten ihm keine Erleichterung, so meditierte er Tag und Nacht über Baba. Eines nachts hatte er eine Vision in seinem Traum. Baba kam durch einen Keller und tröstete ihn mit den Worten: "Sorge dich nicht, von morgen an wird es dir besser gehen und innerhalb einer Woche wirst du wieder auf den Beinen sein." Narayanrao wurde innerhalb der Zeit, die in der Vision genannt wurde, vollkommen gesund. Betrachten wir nun folgenden Punkt: Lebte Baba, weil Er im Körper war, oder war Er tot, weil Er ihn verlassen hatte? Nein, Baba ist immer lebendig, denn Er transzendiert Leben und Tod. Wer Ihn jemals von ganzem Herzen liebte, erhält von Ihm zu jeder Zeit und an jedem Ort Antwort. Er ist immer an unserer Seite und wird jede Form annehmen und dem ergebenen Devotee erscheinen, um ihn zufriedenzustellen.

    Appasaheb Kulkarni
    Im Jahre 1917 kam die Chance für Appasaheb Kulkarni. Er war nach Thana versetzt worden und begann, das ihm von Balasaheb Bhate geschenkt Bild von Baba anzubeten. Er führte die Andacht mit tiefem Ernst aus. Täglich reichte er Baba auf dem Bild Blumen dar sowie SAndelholzpaste und naivedya und sehnte sich innigst danach, Baba zu sehen.
    In diesem Zusammenhang sei bemerkt, dass eine aufrichtige Betrachtung von Babas Bildeinem persönlichen Darshan entspricht. Die folgende Geschichte illustriert diese Feststellung.

    Balabuva Sutar
    Balabuva Sutar, ein Heiliger aus Bombay, kam im Jahre 1917 zum ersten Mal nach Shirdi. Wegen seiner Frömmigkeit, Hingabe und seiner Bhajans wurde er der "Moderne Tukaram" genannt. Als er sich vor Baba verneigte, sagte Baba: "Ich kenne diesen Mann seit vier Jahren." Balabuva wunderte sich und dachte, wie das wohl sein könne, denn es war doch sein erster Besuch in Shirdi. Er dachte ernsthaft darüber nach und dann fiel ihm ein, dass er sich vor vier Jahren in Bombay vor Babas Bild ehrfürchtig niedergeworfen hatte. So war er von Babas Worten und deren Bedeutung überzeugt. Er dachte bei sich: "Wie allwissend und gegenwärtig sind doch die Heiligen und wie gütig sind sie ihren Devotees gegenüber! Ich habe mich nur vor Seinem Foto verneigt und schon wurde das von Baba zur Kenntnis genommen. Zur rechten Zeit ließ Er mich erkennen, dass Sein Foto zu sehen einem persönlichen Darshan gleichkommt."

    Appasaheb Kulkarni
    Kommen wir zurück zu Appasahebs Geschichte. Als er in Thana lebte, musste er einmal nach Bhivandi reisen und wurde nicht vor Ablauf einer Woche zurückerwartet. Am dritten Tag seiner Abwesenheit geschah etwas Wunderbares. Am Nachmittag kam ein Fakir zu Appasahebs Haus. Seine Gesichtszüge glichen genau denen von Baba auf dem Foto. Frau Kulkarni und die Kinder fragten ihn, ob er Sai Baba von Shirdi sei. Er sagte: "Nein", aber dass er dessen gehorsamer Diener und auf Seine Anweisung hin gekommen sei, umdsich nach dem Wohlergehen der Familie zu erkundigen. Dann bat er um dakshina. Die Dame gab ihm eine Rupie und er gab ihr ein kleines Päckchen Udi. Er sagte ihr, dass sie dieses zusammen mit dem Foto auf ihrem Altar zur Anbetung aufbewahren sollte. DAnach verließ er das Haus und ging fort.
    Nun hört von dem wunderbaren Sai-lila: Appasaheb konnte seine Reise nicht fortsetzen, weil sein Pferd in Bhivandi erkrankte. Am selben Nachmittag kehrte er nach Hause zurück und seine Frau berichtete ihm von dem Besuch des Fakirs. Er war sehr niedergeschlagen, weil er nicht den Darshan des Fakirs bekommen hatte, auch gefiel es ihm nicht, dass nur eine Rupie dakshina gegeben worden war. Wäre er dabei gewesen, hätte er nicht weniger als zehn Rupien gezahlt. Ohne vorher zu essen, machte er sich sofort auf die Suche nach dem Fakir. Er schaute nach ihm in der Moschee und an anderen Plätzen, aber seine Suche war vergeblich. Dann kehrte er nach Hause zurück und aß etwas. Der Leser möge sich hier an Babas Lehre erinnern (Kapitel 32), dass die Suche nach Gott nicht mit leerem Magen unternommen werden sollte. Appasaheb erhielt hierdurch seine Lehre.
    Nach dem Essen ging er mit Herrn Chitre, einem Freund, spazieren. Als sie eine Weile gegangen waren, sahen sie einen Mann, der ihnen rasch entgegenkam. Appasahen glaubte, dass es der Fakir sein müsse, der gegen Mittag bei ihm zu Hause gewesen war, weil er genauso aussah wie Baba auf dem Foto. Der Fakir streckte auch sofort seine Hand aus und verlangte dakshina. Appasaheb gab ihm eine Rupie. Er bat wieder und wieder und so gab ihm Appasaheb zwei weitere Rupien. Doch er war immer noch nicht zufrieden. Daraufhin borgte Appasaheb sich drei Rupien von Herrn Chitre und gab sie dem Fakir, der aber noch mehr wollte. Appasaheb bat ihn, mit nach Hause zu kommen. So gingen sie gemeinsam zu Appasahebs Haus, der ihm dort wieder drei Rupien gab. Zusammen waren es jetzt neun Rupien, aber der Fakir war nicht zufrieden und forderte mehr. Appasaheb sagte ihm, dass er einen Zehn-Rupien-Schein habe. Der Fakir wollte diesen haben und nahm ihn an sich, gab die neun Rupien in Münzen zurück und ging fort. Appasaheb hatte gesagt, dass er zehn Rupien bezahlt haben würde und diese Summe nahm der Fakir nun von ihm. Neun Rupien wurden ihm zurückgegeben, geheiligt durch Babas Berührung.
    Die Zahl neun ist bedeutungsvoll. Sie steht für die neun Arten der Hingabe (siehe Kapitel 21). In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass Baba im letzten Augenblick Seines Lebens Laxmibai Shinde neun Rupien gegeben hatte.
    Appasaheb untersuchte das Udi-Päckchen und fand darin ein paar Blütenblätter und gefärbte REiskörner (akshata). Als er einige Zeit später bei Baba in Shirdi war, erhielt er auch noch ein Haar von Ihm. Er tat das Udi-Päckchen und das Haar in einen Talisman, trug es immer an seinem Arm und erkannte die Kraft des Udi.
    Obwohl er sehr klug war, erhielt er für seine Arbeit zunächst nur 40 Rupien Lohn, aber nachdem er Babas Haar und Udi bei sich trug, erhielt er viele Male 40 Rupien, auch bekam er viel Macht und Einfluss. Zusammen mit diesem vergänglichen Gewinn machte auch seine spirituelle Entwicklung rasche Fortschritte.
    Wer also vom Glück begünstigt ist und Babas Udi erhält, sollte es nach dem Bad auf die Stirn auftragen und etwas Udi mit Wasser vermischt als heiliges tirth einnehmen.

    Haribhau Karnik
    Im Jahre 1917 kam Haribhau Karnik aus Dahanu im Thana-Distrikt am Gurupurnima-Tag nach Shirdi und betete Baba in aller Form an. Er soendete Kleidung und dakshina und nachdem er durch Shama von Baba Abschied genommen hatte, ging er die Stufen der Masjid hinunter. Da dachte er, dass er Baba noch eine Rupie darbringen sollte und war gerade dabei, die Stufen wieder hinaufzugehen, als Shama ihm durch Zeichen zu verstehen gab, dass er Babas Erlaubnis habe zu gehen und deshalb auch gehen und nicht zurückkehren sollte. So fuhr er nach Hause. Auf seinem Weg ging er in Nasik zum Tempel des Kala Rama, um Darshan zu haben. Der Heilige Narsing Maharaj, der immer nur an der großen Tür im Eingang des Tempels zu sitzen pflegte, verließ seine Anhänger, kam zu Haribhau, nahm ihn beim Handgelenk und sagte: "Gib mir eine Rupie." Karnik war überrascht; er gab die Rupie höchst bereitwillig und dachte, dass Sai Baba ihm auf diese Weise die Ruoie abverlangte, die er Ihm eigentlich hatte geben wollen.
    Diese Geschichte veranschaulicht die Tatsache, dass alle Heiligen eins sind und dass sie zusammenarbeiten.

    Verneige dich vor Shri Sai - Friede sei mit allen.


    Aus: Shri Sai Satcharita, aus dem Englischen von Irmgard Streich-Buda, Sathya Sai Vereinigung e.V. 2002
    zu beziehen über www.sathyasai-buchzentrum.de
    « Last Edit: August 04, 2005, 05:39:07 AM by Astrid »
    Restless was my heart till it found rest in THEE

     


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