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Author Topic: Shri Sai Satcharita, Montag, 15. August 2005  (Read 1899 times)

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Offline Astrid

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    • Sai Baba
Shri Sai Satcharita, Montag, 15. August 2005
« on: August 15, 2005, 12:45:57 PM »
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  • Kapitel XXXIX & L
    Fortsetzung

    Nana war gedemütigt. Sein Stolz hatte einen Knacks bekommen. Dann begann Baba zu erklären:
    "Erstens: Es genügt nicht, nur vor den Weisen (jnanin) niederzufallen. Wir müssen dem Sadguru vollkommen ergeben sein.
    Zweitens: Nur Fragen stellen ist nicht genug. Die Frage darf nicht gestellt werden mit einem unlauteren Motiv oder in einer unlauteren Haltung oder mit der Absicht, dem Guru eine Falle zu stellen und Fehler in der Antwort zu finden oder aus purer Neugier. Sie muss ernsthaft sein und mit der Einstellung vorgebracht werden, Befreoung (moksha) oder spirituellen Fortschritt zu erlangen.
    Drittens. Es ist kein seva, wenn man glaubt, die Freiheit zu haben zu dienen oder dies abzulehnen. Seva muss mit dem Gefühl ausgeführt werden, dass man nicht der Herr des Körpers ist, sondern dass der Körper dem Guru gehört und allein dazu da ist, ihm zu dienen. Wenn das getan wird, zeigt dir der Sadguru die Weisheit, von der im vorigen Vers die Rede ist."
    Nana verstand nicht, was damit gemeint war, dass ein Guru ajnana lehre.
    Baba: "Wie wird jnana upadesh, d. h. das Vermitteln von Verwirklichung bewirkt? Vernichtung von ajnana ist jnana (Vers-Ovi-1936, Jnaneshwaris Kommentar zur Gita 18-66 besagt: 'Entfernen der Unwissenheit geschieht so, oh Arjuna. Wenn Traum und Schlaf vergehen, bist du du selbst. So ist es.' Ebenfalls heißt es in Ovi-83 zur Gita 5-16: 'Ist jnana irgendetwas anderes als die Vernichtung von ajnana?') Wenn Dunkelheit vergeht, ist das LIcht da. Wenn Dualität (dvaita) vernichtet wird, dann wird Nicht-Dualität (advaita) erlangt. Wann immer wir von der Vernichtung von dvaita sprechen, sprechen wir von advaita. Wenn wir von der Vertreibung von Dunkelheit reden, sprechen wir von Licht. Wenn wir den nicht-dualen Zustand erkennen wollen, muss das Gefühl der Dualität in uns entfernt werden. Das ist die Verwirklichung des advaita-Zustandes. Wer kann schon aus dem Dualitätsbewusstsein heraus über Nicht-Dualität reden? Täte man das, wie könnte man dann jenen Zustand der Nicht-Dualität erkennen und verwirklichen?
    Nochmals, der Schüler ist ebenso wie der Sadgurru eine Verkörperung von Weusheit (jnana). Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Einstellung, dem hohen Maß an Verwirklichung, der erstaunlichen übermenschlichen Natur, den unvergleichlichen Fähigkeiten, den göttlichen Kräften. Der Sadguru ist ohne Eigenschaften (nirguna), er ist Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit (sat-cit-ananada). Er hat tatsächlich eine menschliche Gestalt angenommen, um die Menschheit und die Welt zu erheben. Doch seine wahre nirguna-Natur wird dadurch nicht im geringsten beeinträchtigt. Seine Natur oder Realität, seine göttliche Kraft und Weisheit bleiben unvermindert. Der Schüler ist die gleiche Verkörperung, doch er ist durch die Auswirkung der Neigungen (samskara)aus unzähligen Leben in Form von Unwissenheit überlagert, die die Erkenntnis verhindert, dass er reines Bewusstsein ist. Siehe auch Bhagavadgita Kapitel 5-15, in dem es heißt, dass er glaubt:'Ich bin ein jiva, ein unbedeutendes und armseliges Geschöpf.' Der Guru muss diese Formen der Unwissenheit mit der Wurzel entfernen und upadesha, d. h. Belehrung geben. In Hunderten von Leben erteilt der Guru dem Schüler, der seit endlosen Generationen von der Vorstellung verblendet ist, er sei ein unbedeutendes und armseliges Geschöpf, die Lehre: 'Du bist Gott. Du bist mächtig und reuch.' Dann beginnt er langsam zu erkennen, dass er wirklich Gott ist. Die ständige Verblendung, unter der sich der Schüler in dem Glauben abmüht, er sei der Körper, ein Geschöpf (jiva) oder Individuum und Gott (paramatman) und die Welt seien verschieden von ihm, ist ein aus unzähligen früheren Leben vererbter Urrtum. Die Taten, die der Mensch in dieser Verblendung ausführt, verursachen all seine Freuden und Leiden. Um diese Verblendung, diesen Irrtum, diese Wurzel der Unwissenheit zu entfernen, muss er mit der Nachforschung beginnen. Wie entstand die Unwissenheit? Wo ist sie? Und ihm dieses zu zeigen, wird 'Unterweisung durch den Guru' genannt.
    Beispiele vo Unwissenheit sind:
    1. Ich bin ein Geschöpf (jiva).
    2. Der Körper ist die Seele (ich bin der Körper).
    3. Gott, Welt und jiva sind verschieden von einander.
    4. Ich bin nicht Gott.
    5. Nicht erkennen, dass der Körper nicht die Seele ist.
    6. Nicht erkennen, dass Gott, Welt und jiva eins sind.
    Bevor dem Schüler diese Irrtümer nicht aufgezeigt werden, kann er nicht lernen, was Gott, jiva, Welt und Körper sind und in welcher Beziehung sie zu einander stehen, ob sie verschieden von einander sind oder ein und dasselbe. Den Schüler das zu lehren und seine Unwissenheit zu vernichten, ist diese Unterweisung in jnana oder ajnana. Weshalb sollte dem jiva, der die Verkörperung des Wissens (jnanamurti) ist, jnana vermittelt werden? Upadesh wird lediglich gegeben, um ihn auf seinen Irrtum hinzuweisen und seine Unwissenheit zu vernichen."
    Baba fügte noch hinzu: "Pranipata bedeutet Ergebenheit, Ergebenheit muss Körper, Gemüt und Besitz mit einschließen. Außerdem, warum sollte Krishna Arjuna an andere jnanins verweisen? Das sadbhakta siehst alles als Vasudeva an (Gita 7-19) - d. h. jeder Guru wird für den Devotee zu Krishna und der Guru sieht den Schüler als Vasudeva an - Krishna behandelt beide als seinen Atem (prana) und sein Selbst (atman) (Bhagadvadgita 7-18, Jnanadevs Kommentar). Weil Shri Krishna weiß, dass es solche Bhaktas und Gurus gibt, verweist er Arjuna an sie, damit deren Größe zunehmen und bekannt werden möge."

    Vereige dich vor Shri Sai - Friede sei mit allen


    Aus: Shri Sai Satcharita, aus dem Englischen von Irmgard Streich-Buda, Sathya Sai Vereinigung e.V. 2002
    zu beziehen über www.sathyasai-buchzentrum.de
    « Last Edit: August 16, 2005, 11:18:27 AM by Astrid »
    Restless was my heart till it found rest in THEE

     


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