Kapitel XXXIV
Fortsetzung
Shamas Schwägerin
Bapaji, der jüngere Bruder von Shama, lebte in der Nähe des Sawul-Brunnens. Seine Frau wurde einmal von der Beulenpest befallen. Sie hatte hohes Fieber und zwei Beulen in der Leistengegend. Bapaji eilte zu Shama in Shirdi und bat ihn zu kommen und zu helfen. Shamsa hatte Angst, doch ging er zu Baba, wie es seine Gewohnheit war, fiel vor Ihm nieder und rief Ihn um Hilfe an. Er bat Ihn, den Fall zu heilen und bat um Erlaubnis, zum Hause seines Bruders gehen zu dürfen. Baba sagte: "Geh nicht zu dieser späten Stunde (abends) dorthin! Schicke ihr Udi! Weshalb kümmerst du dich um Fieber und Beulen? Gott ist unser Vater und Meister. Es wird ihr rasch besser gehen. Geh jetzt nicht, sondern morgen früh und komm sofort zurück!"
Shama hatte volles Vertrauen zu babas Udi und gab es Bapaji. Es wurde auf die Beulen aufgetragen und etwas davon mit Wasser vermischt der Patientin zum Trinken gegeben. Kaum hatte sie es eingenommen, begann die Patientin, stark zu schwitzen, das Fieber ging zurück und sie schlief ein. Am ächsten Morgen war Bapaji überrascht, seine Frau wohlauf und erholt zu sehen, ohne Fieber und ohne Beulen. Als Shama mit Babas Erlaubnis dort erschien, was er ebenfalls erstaunt, sie an der Feuerstelle vorzufinden, wo sie Tee zubereitete. Er erkundigte sich bei seinem Bruder und erfuhr, dass Babas Udi sie in einer Nacht vollkommen geheilt hatte. Daraufhin erkannte Shama die Bedeutung von Babas Worten: "Geh morgen früh und komm sofort zurück!"
Nachdem Shama Tee getrunken hatte, kehrte er zur Masjid zurück. Er begrüßte Baba ehrfürchtig und sagte: "Deva, was ist das denn für ein Spiel? Erst entfachst du einen Sturm und machst uns unruhig und dann lässt Du ihn abflauen und beruhigst uns." Baba entgegnete: "Wie du siehst, ist der Pfad des Handelns geheimnisvoll. Ich tue nichts und trotzdem macht man mich für das verantwortlich, was aufgrund des Schicksals geschehen muss. Ich bin nur der Zeuge. Der Herr ist der allein Handelnde und Inspirierende. Er ist auch höchst erbarmungsvoll. Ich bin weder Gott noch Herr - ich bin sein gehorsamer Diener und denke oft an ihn. Wer seinen Egoismus ablegt und ihm dankt und wer ihm vollkommen vertraut, wird von seinen Fesseln erlöst und erlangt Befreiung."
Verneige dich vor Shri Sai - Friede sei mit allen
aus: Shri Sai Satcharita, aus dem Englischen von Irmgard Streich-Buda, Sathya Sai Vereinigung e.V. 2002
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