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Author Topic: Shri Sai Satchraita, Montag, 8. August 2005  (Read 1745 times)

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Offline Astrid

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    • Sai Baba
Shri Sai Satchraita, Montag, 8. August 2005
« on: August 08, 2005, 10:23:25 AM »
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  • Kapitel XXXVI

    Die wunderbaren Geschichten von zwei Herren aus Goa und Frau Aurangabadkar

    Einmal kamen zwei Herren aus Goa zu Baba und fielen vor Ihm nieder. Obwohl sie zusammen kamen, wollte Baba  nur von einem von ihnen 15 Rupien dakshina, die dieser auch bereitwillig gab. Der andere Herr bot freiwillig 35 Rupien an. Diese Summe wurde zum Erstaunen aller von Baba abgelehnt. Shama, der dabei war, fragte Baba: "Was soll das? Beide kamen zusammen. Du nimmst von dem einen dakshina an und von dem anderen, der es dir freiwillig anbietet, lehnst Du es ab. Weshalb machst Du diesen Unterschied?" Baba antwortete: "Shama, du weißt gar nichts. Ich nahme von niemandem etwas. Die Masjidmayi verlangt die Schulden, der Spender bezahlt sie und wird frei. Habe ich etwa ein Heim, Besitz oder Familie, um die ich mich kümmern muss? Ich benötige nichts. Ich bin immer frei. Schulden, Feindschaft und Mord müssen wieder gutgemacht werden, dem kann man nicht entrinnen." Dann fuhr Baba in seiner charakteristischen Weise fort: "Zuerst war er arm und gab seinem Gott das Versprechen, ihm das erste Monatsgehalt zu spenden, wenn er eine Anstellung bekäme. Er erhielt eine Anstellung, bei der das Gehalt monatich 15 Rupien betrug. Regelmäßig wurde er befördert und bekam bald 30, 60, 100, 200 und schließlich 700 Rupien Gehalt monatlich. Aber bei all seinem Wohlstand vergaß er ganz und gar sein Versprechen. Die Kraft seines Karmas hat ihn hierher getrieben und Ich habe ihm den versprochenen Betrag als dakshina abverlangt.
    Hier eine andere Geschichte. Auf einem Spaziergang am Meer kam ich zu einem riesigen Wohnhaus und setzte mich dort auf die Veranda. Der Eigentümer, ein Brahmane, bereitete mir einen angenehmen Empfang und bot mir ein üppiges Mahl an. Später zeigte er mir einen sauberen und ordentlichen Platz in der Nähe eines Schrankes, wo ich schlafen konnte.
    Während ich fest schlief, entfernte der Mann eine Steinplatte, durchstieß die Wand, kam herein und entwendete alles Geld aus meiner Tasche. Als ich erwachte, sah ich, dass mir 30.000 Rupien gestohlen worden waren. Ich war äußerst bekümmert und weinte und jammerte. Es waren alles Geldscheine, und ich glaubte, der Brahmane habe sie gestohlen. Ich verlor jedes Interesse an Essen und TRinken, saß zwei Wochen auf der Veranda und trauerte über meinen Verlust. Nach diesen zwei Wochen kam ein Fakir vorbei, der mich weinen sah und sich nach dem Grund meiner Trauer erkundigte. Ich erzählte ihm alles. Er sagte: 'Wenn du tust, was ich dir age, wirst du dein Geld wieder erhalten. Gehe zu einem Fakir. Ich werde dir sagen, wo du ihn findest. Ergib dich ihm, er wird dir helfen, dein Geld wiederzubekommen. Inzwischen enthalte dich deiner Lieblingsspeise, bis du dein Geld zurück hast.' Ich folgte dem Rat des Fakirs und bekam mein Geld wieder.
    Dann verließ ich das Haus und ging zum Meer. Dort lag ein Dampfschiff, aber ich konnte nicht an Bord, weil es zu voll war. Ein freundlicher Angestellter setzte sich für mich ein und ich kam glücklicherweise doch noch mit. Es brachte mich zu einem anderen Ufer, wo ich einen Zug bestieg und zur Masjidmayi kam."
    Die Geschichte war zu Ende und Baba bat Shama, sich um die Gäste und deren Bewirtung zu kümmern. Daraufhin nahm Shama sie mit zu sich nach Hause und gab ihnen zu essen. Während des Abendessens sagte Shama zu den Gästen, dass Babas Geschichte ziemlich mysteriös sei. Er sei weder am Meer gewesen, noch habe er 30.000 Rupien in Seinem Besitz, noch sei Er gereist, noch habe Er irgendwelches Geld verloren und könne daher auch keines wiederfinden. Er erkundigte sich, ob sie die Geschichte und deren Bedeutung erfasst hätten. Die Gäste waren aber tief berührt und vergossen TRänen. Mit gebrochener Stimme sagten sie, dass Baba allgegenwärtig sei, unendlich, das EINE (parabrahman) ohne ein Zweites. "Die Geschichte, die Er erzählt hat, ist ganz genau unsere Geschichte, die bereits geschehen ist. Es ist ein großes Wunder, dass Er davon wusste! Wir werden alle Einzelheiten nach dem Essen berichten."
    Dann, nach der Mahlzeit, während sie Betelblätter kauten, begannen die Gäste ihre Geschichte zu erzählen. Einer von ihnen sagte: "Mein Geburtsort liegt in den Bergen. Ich ging nach Goa und nahm dort eine Arbeit an, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich hatte Gott Datta versprochen, ihm mein erstes Monatsgehalt zu weihen, wenn ich eine Arbeit bekäme. Durch seine Gnade bekam ich dann eine Anstellung mit 15 Rupien Gehalt und wurde befördert, wie von Baba beschrieben. Ich hatte tatsächlich mein Versprechen vergessen. Baba hat mich gerade in dieser Weise daran erinnert und von mir die 15 Rupien verlangt. Es ist nicht dakshina, wie man vermuten mag, sondern die Begleichung einer alten Schuld und die Erfüllung eines lang vergessenen Versprechens."
    In der Tat bettelte Baba wirklich niemals um GEld, noch erlaubte Er Seinen bhaktas zu betteln. Geld sah Er als eine Gefahr an oder als Hindernis für den spirituellen Fortschrott. Er erlaubte nicht, dass Seine Devotees in diese Falle gingen. Bhagat Mhalsapati ist ein Beispiel dafür. Er war sehr arm und konnte sich kaum ernähren. Baba erlaubte ihm nie, Geld zu verdienen noch gab Er ihm jemals etwas von dem eingenommenen dakshina. Einmal gab ein freundlicher und großzügiger Kaufmann namens Hansraj Mhalsaoati in Babas Gegenwart eine große Summe Geld, doch Baba erlaubte ihm nicht, sie anzunehmen.
    Dann begann der zweite Gast seine Erzählung: "Mein Koch, ein Brahmane, diente mir 35 Jahre lang treu und ergeben. Unglücklicherweise geriet er in schlechte Gesellschaft und seine Einstellung veränderte sich. Er stahl mir mein Vermögen. Während wir alle schliefen, entfernte er eine Steinplatte von der Wand, wo mein Schrank stand, kam herein und raubte mein gesamtes Vermögen, das aus Banknoten bestand. Wie Baba den genauen Betrag kennen konnte, weiß ich nicht. Ichweinte Tag und Nacht. Alle Nachforschungen, die ich anstellte, waren ohne Erfolg, und so verbrachte ich vierzehn Tage in großer Sorge. Als ich einmal traurig und niedergeschlagen auf der Veranda saß, bemerkte ein vorübergehender Fakir meinen Zustand und erkundigte sich nach dem Grund. Ich erzählte ihm alles. Daraufhin sagte er mir, dass ein Heiliger mit Namen Sai Baba in Shirdi in der Gemeinde Kopergaon lebe. Er empfahl mir, dem Heiligen das Versprechen zu geben, mich der Speise, die ich am liebsten mag, zu enthalten und ihm in Gedanken zu sagen: ' Ich enthalte mich dieser Speisen, bis ich Deinen Darshan bekomme.' Ich gabn das Versprechen und hörte auf, Reis zu essen und sagte zu Baba: 'Baba, ich werde ihn erst wieder essen, wenn ich meinen Besitz wiederentdeckt habe und Deinen Darshan hatte.'
    So vergingen 15 Tage. Der Brahmane kam von selbst zu mir, gab mir mein Geld zurück, entschuldigte sich und sagte: 'Ich muss verrückt gewesen sein, dass ichso handelte. Jetzt lege ich meinen Kopf auf Eure Füße und bitte um Vergebung.' Also endete alles gut. Der Fakir, der´mich angesprochen und mir geholfen hatte, wurde nicht mehr gesehen. Inmeinem Gemüt entstand der intensive Wunsch, Sai Baba, den mir der Fakir genannt hatte, zu schauen. Ich vermutete, dass der Fakir, der den ganzen Weg bis zu meinemHaus gekommen war, Sai Baba selbst war. Würde Er, der zu mir kam und mir half, das verlorengegangene Geld wiederzubekommen, jemals an 35 Rupien interessiert sein? Im Gegenteil, Er versucht immer Sein Bestes, um uns auf dem Pfad des spirituellen Fortschritts zu voranführen, ohne von uns irgendetwas dafür zu erwarten. Ich war überglücklich, als ich meinen gestohlenen Besitz wiederbekam, und da ich verblendet war, vergaß ich ganz und gar mein Versprechen.
    In Colaba sah ich eines Nachts Sai Baba im Traum. Das erinnerte mich an meine versprochene Reise nach Shirdi. Ich fuhr nach Goa und wollte einen Dampfer nach Bombay nehmen und mich von dort aus nach Shirdi begeben. Als ich aber zum Hafenkam, erfuhr ich, dass das Schiff überfüllt war und es keinen Platz mehr gab. Der Kapitän gab mir keine Erlaubnis, doch durch die Fürsprache eines mir unbekannten Angestellten erhielt ich die Erlaubnis, den Dampfer zu besteigen, der mich nach Bombay brachte. Von dort kam ich per Zug hierher.
    Ich glaube ganz sicher, dass Baba allgegenwärtig und allwissend ist. Was sind wir und wo ist unser Zuhause? Welch großes Glück haben wir, dass Bava uns das Geld zurückbrachte und uns zu sich holte! Ihr Shirdi-Volk müsst unendlich besser und glücklicher dran sein als wir, denn Baba hat so viele Jahre unter euch gelebt, mit euch gesprochen, gespielt und gelacht. Eure Ansammlung an guten Taten muss unendlich sein, denn das hat Baba nach Shirdi gebracht. Sai ist unser Datta. Er hatte mich veranlasst, das Versprechen einzulösen, gab mir einen Platz auf dem Dampfer und brachte mich hierher. So bewies Er Seine Allwissenheit und Allmacht."

    Frau Aurangabadkar
    Eine Dame aus Sholapur, die Frau von Sakharam Aurangabadkar, hatte 27 Jahrte lang keinen Nachwuchs. Um ein Kind zu bekommen, legte sie vor Göttinnen und Göttern verschiedene Gelübde ab, die aber erfolglos blieben. So verlor sie fast alle Hoffnung. Als letzter Versuch ging sie mit ihrem Stiefsohn Vishwanath nach Shirdi, blieb dort zwei Monate und diente Baba.
    Wann immer sie zur Masjid ging, war es dort voll und Baba von Devotees umgeben. Sie wollte Baba alleine sehen, Ihm zu Füßen fallen, Ihm ihr Herz öffnen und um ein Kind bitten. Sie fand aber keine passende Gelegenheit. Schließlich bat sie Shama, sich für sie bei Baba einzusetzen, wenn dieser allein war. Shama sagte ihr, dass Babas Darbar offen sei, trotzdem wollte er es für sie versuchen und fügte hinzu, dass der Herr sie segnen möge. Er bat sie, mit Kokosnuss und Räucherstäbchen im offenen Hof zu warten und zu Babas Essenszeit bereit zu sein. Wenn er ihr dann ein Zeichen gebe, solle sie heraufkommen.
    Eines Tages nach dem Abendessen, als Shama Babas nasse Hände mit einem Handtuch abtrocknete und dieser Shama in die Wange kniff, gab Shama vor ärgerlich zu sein und sagte: "Deva, istes richtig vor Dir, mich so zu kneifen? Wir wollen solch einen verschmitzten Gott nicht, der uns kneift. Sind wir etwa von Dir abhängig? Ist das das Ergebnis unserer Vertrautheit?" Baba erwiderte: "Oh Shama, 72 Generationwn lang warst du mit mir zusammen und ich habe dich bis jetzt noch nicht gekniffen undnun wehrst du dich gegen meine Berührung." Shama: "Wir wollen einen Gott, der uns immer Küsse gibt und Süßigkeiten. Wir wollen keinen Respekt von Dir oder Himmel, Luftballons usw. Lass unseren Glauben an Deine Füße immer hellwach sein." Baba: "Ja, dafür bin ich in der Tat gekomnmen. Ich nährte und pflegte dich und empfinde Liebe und Zuneigung für dich." Danach stand Baba auf und nahm Seinen Sitz ein. Shama gab der Frau ein Zeichen. Sie kam herauf, verneigte sich und übergab Kokosnuss und Räucherstäbchen. Baba schüttelte die Kokosnuss, die trocken war. Der Kern darin rollte hin und her und klapperte. Baba sagte: "Shama, diese rollt, sieh nach, was es bedeutet." Shama: "Die Frau betet darum, dass so ähnlich ein Kind in ihrem Leib rollen und heranwachsen möge. So gib ihr die Kokosnuss mit Deinem Segen." Baba: "Wird denn die Kokosnuss ihr ein Kind geben? Wie dumm die Menschen doch sind, sich solche Dinge einzubilden." Shama: "Ich kenne die Kraft Deines Wortes und Deines Segens. Dein Wort wird ihr mehrere, ja eine ganze Menge Kinder geben. Du redest nur herum und gibst keinen rechten Segen."
    Das Gespräch ging eine Weile so weiter. Baba gab wiederholt die Anordnung, die Kokosnuss zu brechen, und Shama setzte sich dafür ein, dass die ganze Frucht der Frau geschenkt werde. Schließlich gab Baba nach und sagte: "Sie wird ein Kind bekommen." "wann?" frage Shama. "In 12 Monaten", war die Antwort. Hierauf wurde die Kokosnuss in zwei Hälften zerschlagen, eine wurde von den beiden aufgegessen und die andere der Frau gegeben.
    Dann ging Shama zu der frau und sagte: "Gnädige Frau, Sie sind Zeuge meiner Worte. Wenn Sie nicht innerhalb von 12 Monaten ein Kind bekommen, werde ich eine Kokosnuss gegen den Kopf dieses Gottes schlagen und Ihn aus der Masjid vertreiben. Ich werde mich nicht mehr Madhav nennen, wenn das nicht eintrifft. Sie werden bald erkennen, was ich sage."
    Innerhalb einesJahres bekam sie einen Sohn, der im Alter von fünf Monaten zu Baba gebracht wurde. Mann und Frau fielen beide vor Baba nieder und der dankbare Vater, Herr Aurangabadkar, zahlte eine Summe von 500 Rupien, die für den Bau eines Stalles für Babas Pferd Shyamakarna verwendet wurde.

    Verneige dich vor Shri Sai - Friede sei mit allen


    Aus: Shri Sai Satcharita, aus dem Englischen von Irmgard Streich-Buda, Sathya Sai Vereinigung e.V. 2002
    zu beziehen über www.sathyasai-buchzentrum.de
    Restless was my heart till it found rest in THEE

     


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